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ADME
Die Eigenschaften eines Arzneimittels in Bezug auf Absorption, Verteilung, Abbau und Ausscheidung (Absorption, Distribution, Metabolism, Excretion).

API (Application Programming Interface)
Das API ist eine dokumentierte und standardisierte Programmier-Schnittstelle.

Array
Eine Anzahl von Proben, Zahlen oder Symbolen (z. B. experimentelle Daten), die gewöhnlich in einer bestimmten Weise angeordnet sind.

Assay
Ein Testsystem zur Identifizierung von Substanzen, die die biologische Aktivität von Proteinen beeinflussen.

Bioinformatik
Wissenschaft der Entwicklung von Computersoftware und Algorithmen zur Aufzeichnung und Analyse von biologischen Daten, wie z. B. Genen, Proteinen, Stoffwechselwegen und Daten über Arzneimittelwirkstoffe.

Chemieinformatik
Wissenschaft der Entwicklung von Computersoftware und Algorithmen zur Aufzeichnung und Analyse von Daten über chemische Verbindungen und deren Eigenschaften.

Klinische Studien
Letzte Phase in der Entwicklung von neuen Arzneimitteln, in der die tatsächliche Wirkung auf den Menschen im Rahmen von Studien an echten Patienten untersucht wird.

Verbindung (compound)
Eine chemische Substanz, die auf ihre potentielle Eignung als Arzneimittel untersucht werden soll.

Substanzbibliothek (compound library)
Sammlung von verschiedenen chemischen Verbindungen, die zur Identifikation von potentiellen neuen Wirksubstanzen verwendet wird.Im Schnitt enthalten diese Substanzbibliotheken mehr als 500.000 chemische Verbindungen.

Diagnostischer Marker
Eine biochemische oder genetische Eigenschaft, die Rückschlüsse auf die Gesundheit, eventuell vorliegende Erkrankungen oder auf eine mögliche Anfälligkeit für Erkrankungen erlaubt und zur Identifikation der jeweiligen Erkrankung eingesetzt werden kann.

DNA (Desoxyribonukleinsäure)
Eine lange doppelsträngige Nukleotidkette. Sie enthält alle notwendigen genetischen Informationen für alle Stoffwechsel-, Wachstums- und Entwicklungsprozesse der meisten Organismen.

DNA-Sequenz
Dieser Begriff bezeichnet die Anordnung der einzelnen Bestandteile (der Nukleotide) eines DNA-Segments.

Enzym
Ein Protein, das den Ablauf von bestimmten biochemischen Prozessen in den Zellen beschleunigt.

Expressionsanalyse
Expressionsanalysen erlauben die Untersuchung der Aktivität von Gene zu unterschiedlichen Zeiten. Die Genaktivität ist häufig die Ursache oder die Konsequenz einer Krankheit, die Reaktion auf eine Behandlung mit einem Arzneimittel oder die Antwort auf sich ändernde Umweltbedingungen.

Flatfile
Datei in einem Dateisystem, die Informationen in beliebiger Struktur in Textform enthält.

Gen
Die kleinste funktionelle Einheit der Vererbung. Ein Gen ist ein Abschnitt der DNA, der Informationen zur Synthese von einem oder mehreren Proteinen enthält. Die Gene stellen die Grundeinheit für die Weitergabe von Erbinformationen dar.

Genfunktionsanalyse
Untersuchung der physiologischen Funktionen von Genprodukten (z. B. Proteine) und deren Einfluß auf den Stoffwechsel von gesunden und kranken Patienten.

Genexpression
Übertragung der in der DNA enthaltenen Informationen an mRNA (Messenger-RNA), welche diese Informationen wiederum in Proteine umsetzt.

Genom
Die Gesamtheit aller Gene und damit die gesamte Erbinformationen eines Organismus.

Genomforschung
Die umfassende Untersuchung aller Gene eines Organismus (des Genoms) und deren Aktivität und Funktion im Rahmen von biologischen Prozessen.

Genotyp
Die individuelle DNA-Sequenz einer Zelle oder eines Organismus.

Hochdurchsatz-Screening (HTS)
Technik zur Analyse einer großen Zahl von Substanzen, parallel durchgeführt in biologischen Testsystemen mit dem Ziel der Identifikation von Molekülen mit bestimmten biologischen Eigenschaften aus großen Substanzbibliotheken.

Integrationsplattform
Softwaresystem zur Verbindung von verschiedenen Datenquellen und Analyseprogrammen durch eine einheitlichen Infrastruktur und unter einer graphischen Nutzeroberfläche.

In silico
Experimente, bei denen bestimmte Prozesse oder komplette wissenschaftliche Versuche im Computer simuliert werden.

In vitro
Experimente, bei denen bestimmte Prozesse oder komplette wissenschaftliche Versuche im Reagenzglas oder in der Petrischale durchgeführt werden.

In vivo
Experimente an einem lebenden, vielzelligen Organismus, beispielsweise einem Tier oder einer Pflanze.

Leitsubstanz (Lead oder Lead compound)
Chemische Substanz, die sich wahrscheinlich als Wirkstoff eines Arzneimittels eignet und aufgrund ihrer Eigenschaften für die weitere Forschung und Entwicklung verwendet wird.

Life sciences
Als Wissenschaften, die sich mit dem Leben in all seinen Erscheinungsformen befassen, weisen Life Sciences eine breite Disziplinenvielfalt mit offenen Grenzen auf. Life Sciences umfassen Bereiche der experimentellen Naturwissenschaften, Biologie, Chemie und Physik samt den integrierten Methoden der Mathematik und Informatik, sowie die klinische Medizin.

Life Science Informatics (LSI™)
Computersoftware zur Aufzeichnung, Analyse und Verwaltung von Daten und Informationen auf dem Gebiet der Life Sciences (Biologie, Chemie, Medizin und verwandte Disziplinen).  

Metabolit
Ein Stoffwechsel-Zwischenprodukt, also eine Bezeichnung für die im Stoffwechsel umgesetzten Stoffen/Substanzen (auch Medikamente).

Meta- Datenbank
Virtuelle Datenbank, die Informationen aus verschiedenen verbundenen Datenbanken zusammenstellt und den Zugriff auf alle diese Informationen ermöglicht, ohne daß dabei der Inhalt an eine reale Datenbank übertragen werden muß.

Mikro-Array
Eine Anzahl von Proben, Zahlen oder Symbolen (z. B. experimentelle Daten), die gewöhnlich in einer bestimmten Weise angeordnet sind.  

Mutation
Eine Veränderung der DNA Sequenz, die entsprechende Auswirkungen haben kann oder nicht. Die Auswirkungen einer Mutation können für den Organismus gefährlich oder auch vorteilhaft sein. Mutationen können vererbt werden.

Kernrezeptoren (Nukleärer Rezeptor)
Eine Proteinfamilie, die im Zellkern lokalisiert ist und deren Mitglieder als wichtige Regulatoren an einer Reihe von physiologischen Funktionen beteiligt sind. Sie spielen daher bei Erkrankungen eine Rolle, wie z. B. Krebs, Diabetes oder Hormonresistenz.

Nukleärer Rezeptor
Siehe Kernrezeptor

Nucleotide
Die Bestandteile der DNA, die aus Phosphat, einem Zuckerderivat und eineder folgenden Basen bestehen: Adenin, Cytosin, Guanin oder Thymin. Sie werden in der Nukleotidsequenz durch ihre Anfangsbuchstaben wiedergegeben.

Pharmacogenomics
Ein Zweig der Pharmakologie, der sich mit der Klärung des Wirkungmechanismus von Arzneimitteln in bezug auf die individuellen DNA-Sequenzen und die entsprechenden Proteineigenschaften beschäftigt.

Phänotyp
Die äußeren individuellen Eigenschaften einer Zelle oder eines Organismus.

Präklinik
Phase in der Arzneimittelentwicklung vor den klinischen Phasen, in der die Charakteristiken einer Substanz in Bezug auf Toxizität, Membrangängigkeit etc. untersucht wird.

Protein
Makromoleküle, die aus Aminosäuren bestehen. Sie sind die chemischen Bausteine, aus denen Zellen, Organe und Gewebe, z. B. Muskeln gebildet werden. Die dienen auch als Hormone, Enzyme und Antikörper. Proteine sind an den wichtigsten Vorgängen des Zellstoffwechsels beteiligt.

Proteom
Bezeichnung für die Gesamtheit aller zu einem bestimmten Zeitpunkt unter definierten Bedingungen vorhandenen (exprimierten) Proteine in einer Zelle oder einem Gewebe. Im Gegensatz zum weitgehend konstanten Genom ist das Proteom in seinem Zustand veränderlich.

Proteomics
Proteomforschung untersucht Proteine im Kontext einer Zelle, eines Gewebes oder eines Organismus, einschliesslich ihrer Regulation und Abhängigkeiten.

Rezeptor
Rezeptoren sind Proteine, die bei der Übermittlung von Signalen an eine Zelle beteiligt sind. Sie sind in der Lage, spezifische Substanzen (z. B. Hormone) zu binden und anschließend bestimmte Reaktionen auszulösen (Beispiel: Steroidhormonrezeptoren).

F&E (R&D)
Forschung und Entwicklung (Research and Development)

Relationale Datenbanken
Datenbanksystem, das Informationen in tabellarischer Form speichert.

RNA (Ribonukleinsäure)
Nukleinsäure, die in der DNA gespeicherte Information in die Aminosäuresequenz von Proteinen überträgt.

Screening
Durchmusterung von Verbindungen und Analyse derer biologischer Effekte, mit dem Ziel neue Wirkstoff-Kandidaten zu idenitfizieren.

Search Guides
Benutzeroberflächen, die die komfortable Suche (Query) innerhalb einer oder mehrerer Datenbanken ermöglichen.

Sequenzierung
Ein Verfahren zur Bestimmung der genauen sequentiellen Anordnung aller Basen in einem DNA-Molekül. Mit Hilfe der Sequenzierung kann man die Abfolge der Nukleotidsequenz ermitteln und damit direkt die Erbinformation lesen.

Single nucleotide polymorphisms (SNPs)
Einzelne Nukleotidpaare oder Basen, die bei zwei Individuen einer Spezies verschieden sind, werden als SNP bezeichnet. Sie können zu genetisch bedingten Krankheiten oder veränderten Empfänglichkeiten gegenüber Pharmaka führen und können zur Identifizierung von genetisch bedingten Erkrankungen dienen.

Summary Sheets
LION-Bezeichnung für die zusammenfassende Darstellung von Informationen aus verschiedenen Datenquellen in einer grafisch unterstützten und interaktiven Form.

Target
Moleküle, die bei der Entstehung von Erkrankungen eine Rolle spielen, wie z. B. Enzyme. Die meisten Wirkstoffe von Arzneimitteln binden an derartige Targets und beeinflussen deren biologische Funktion.

Toxikologie
Die Wissenschaft zur Untersuchung von toxischen Eigenschaften von potenztiellen Arzneimittelwirkstoffen.

Validierung
Der Nachweis, daß ein Protein oder Gen an der Entstehung einer Erkrankung beteiligt ist.